NG Bildungscamp Bewerbung II

Bericht im Nordkurier (30.10.19)

Neuer Kurs für ambitionierte Naturführer startet Was zu beachten ist, wenn man Naturführungen anbieten möchte, wird bald bei einem Bildungscamp erläutert.

Vorpommern. Naturführer kennen sich natürlich mit Pflanzen, Tieren und noch vielem mehr aus, was die Welt da draußen zu bieten hat. Nicht wenige davon vermitteln ihr Wissen über die Schönheiten und Eigenarten Natur eher nebenberuflich oder ehrenamtlich. Naturführer, die sich allerdings mit dem Gedanken tragen, das alles künftig etwas intensiver zu
betreiben und eigene Touren anzubieten, könnten beim „Nature Guide Bildungscamp“ richtig sein, dass vom 11. bis 15. November ganztags im Landhof Trittelwitz bei Demmin stattfindet.

Unter anderem soll es dabei um Fragen des Marketings, der Buchung, des Rechts oder auch um Versicherungsfragen im Zusammenhang mit Naturführungen gehen, erklärt Janina Pankratz vom Transnationalen Netzwerk Odermündung HOP, die selbst zertifizierte Natur- und Landschaftsführerin ist. Der Kurs richte sich vor allem an Leute, die bereits eine Ausbildung als zertifizierter Natur- und Landschaftsführer haben oder ähnliche Qualifizierungen vorweisen können. Bewerbungen für das Bildungscamp seien nach wie vor möglich. Die Teilnahme sei dank des EU-Förderprogramms „Interreg South Baltic“ kostenlos. Unterbringung und Verpflegung werden ebenfalls anteilig gefördert.

Das Programm des „Nature Guide Bildungscamps“ besteht im Wesentlichen aus drei großen Themenkomplexen. Zunächst soll es dabei um den Naturtourismus generell gehen. Im zweiten Teil unter dem Titel „Business, Marketing und Recht“ geht es unter anderem um Fragen der Unternehmensgründung, der Vermarktung und der Einkommensmöglichkeiten. Der dritte Teil steht schließlich unter dem Motto „Outdoor Aktivitäten“. Dabei soll es vor allem um Beispiele aus der Praxis gehen. Vermittelt werde das Wissen durch Vorträge erfahrener Dozenten, bei Diskussionsrunden aber auch in Eigenarbeit, erklärt Janina Pankratz. Das Bildungscamp ist Teil des South-Baltic-Projektes „Nature Guide Network“, in dem Partner aus Deutschland, Polen und Litauen gemeinsam an einem nachhaltigen Naturtourismus in den jeweiligen Küstenregionen der drei Länder arbeiten. Zu den deutschen Partnern im Projekt gehört neben dem Transnationalen Netzwerk Odermündung HOP auch die Deutschen Umwelthilfe. Ziel soll es unter anderem sein, internationale Qualitätsstandards zu schaffen, sagt Janina Pankratz. So dass zum Bespiel ein polnischer Naturführer ohne weiteres eine Gruppe polnisch-sprachiger Touristen durch das Peenetal führen könnte. Und umgekehrt ein deutscher Naturführer auf der Kurischen Nehrung in Litauen unterwegs sein könnte. Auf lange Sicht könnte „Naturführer“ sogar zu einem anerkannten Beruf werden. Auch wenn die Entwicklung noch am Anfang steht: „Natur zu zeigen birgt ein großes wirtschaftliches Potenzial“, ist sich Janina Pankratz sicher.
Anmeldung zum Bildungscamp unter: nature-guide@hop-transnet.org.

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